"planted home" / "removed" 2009
Beide Installationen sprechen vom Negativ- und Positivraum, vom Innen und Außen. Der unsichtbare Rauminhalt gewinnt in der Installation "removed" an neuer Bedeutung. "Removed" besteht aus schlichtem verfügbaren Material. Die Elemente aus Styropor erhalten Modellcharakter, Architekturen mit Öffnungen, zu denen man aufschauen, hineinschauen, draufschauen kann.
Die Elemente dokumentieren gleichzeitig die Abwesenheit der zuvor transportierten Gebrauchsgegenstände. Das weiße Material verstärkt den Eindruck der Leere der Negativform. In der Anschauung des Werks lassen sich eigene Räume verknüpfen. Es entsteht eine „Selbst-Baustadt“ aus universell verfügbarem Stoff, aus Wegwerfmaterial einer funktionellen, technikorientierten Gesellschaft. Die Perspektive des Betrachters ändert sich in vielerlei Hinsicht.
Architektonische Außenansichten und die zurückgelassenen ausgefrästen Negativräume (Innen) werden in "planted home" in Bezug gesetzt. Durch das Zusammenfügen und Anbringen verschiedener Dinge bildet sich so eine neue Architektur und gleichzeitig ein thematischer Bezug von „Innen und Außen“. Dieser mündet inhaltlich in der Bodenkonstruktion, deren Einzelteile Fragmente des Innenmobiliars sind. Die Formen sind in mehreren Schichten und Ebenen, einem Davor und Dahinter, einem Darüber und Darunter angelegt. Aus dem Innenmobiliar wird eine neue Architektur - aus dem Innen wird wieder ein Außen. Betrachtet man die Installation wieder als Ganzes wird deutlich, dass die Wandarbeit inhaltlich in der Bodenarbeit gespiegelt wird und umgekehrt. Aus der Wahrnehmung gewonnene, gefundene, architektonische Zeichen werden neu zusammengefügt, direkt in einen neuen Kontext eingebettet/gepflanzt und verändern so den Ausstellungsraum.