"remains", 2010
"remains" besteht aus gewöhnlichen, gefundenen Gebrauchsgegenständen. Diese werden aus ihrer Umgebung herausgenommen und verlieren damit ihre herkömmliche Bedeutung. Die Elemente bilden durch das neue Zusammenfügen und Anbringen, als sichtbare architektonische Zeichen, als Architekturen mit Öffnungen, zu denen man aufschauen, hineinschauen, draufschauen kann, ein formales Konstrukt, dokumentieren aber auch gleichzeitig die Abwesenheit der ehemaligen Besitzer. Alle Fragmente stammen aus aufgelösten Wohnungen, sind zurückgelassene Überbleibsel, konkrete Überreste von etwas Gewesenem und sprechen von Vergänglichkeit und Auflösung.
Die Dynamik der formalen Verbindungen ergibt sich aus dem Zusammenwirken unterschiedlicher weißer Materialien. Die hohe Lichtempfänglichkeit der weißen Oberflächen versetzt die Objekte in eine Art Schwebezustand - die Grenzen zwischen Material und umgebenden Raum werden fließend. Das weiße Material verstärkt aber auch den Eindruck der Leere und spiegelt gleichzeitig den inhaltlichen Bezug.